Biografie von Sven Schroeder

die Unvollendete

 

Geboren wurde ich am 21. Dezember 1977 in Hamburg als Sohn einer 32 jährigen Packerin und eines 33 jährigen Stahlbauschlossers, ich heiße Sven Erich Schroeder und ich war ein gewöhnliches Kind, sagen wir fast. Dies ist die wahre Geschichte eines jungen Mannes der eine nicht ganz gewöhnliche Jugend mitgemacht hat.

An meine Geburt kann ich mich nicht mehr erinnern, macht aber nichts ich hab manchmal das Gefühl meine Eltern auch nicht.

Aus Erzählungen meiner 3 Halbschwestern und Eltern weiß ich das ich erst spät mit dem sprechen angefangen habe und auch erst spät laufen konnte, aber als ich anfing zu laufen fing ich auch an von zuhause wegzuwollen. Mit 2,5 Lebensjahren ist es mir gelungen aus meinem Gitterbett zu fliehen und die 500 Meter zur Strasse zu laufen ohne vermisst zu werden. Mit 4 konnte ich meine gesamte Pixibuchsammlung von 30 Stück auswendig vortragen mit samt Zeilenumbruch und Seitenwechsel. Und mit 7 wurde ich eingeschult. Und da beginnt meine eigene Erinnerung.

Ich wurde eingeschult, meine Eltern haben es nicht für nötig befunden dies auf Fotos festzuhalten, ergo existieren keine Fotos meiner Einschulung. Merkwürdig nur das dieses Ereignis für andere Eltern ein großer Tag ist. Aber wenigstens konnte ich in dem Alter schon selber kochen sonst hätte ich nach der Schule kein warmes Essen bekommen. Meine Eltern mussten schließlich arbeiten meine 3 älteren Schwestern waren schon in höheren Schulen, kamen also später nach Hause als ich. Die ersten Anzeichen für Aggressionen machten sich bemerkbar, ich scheute keine Konfrontation und die Schule rief alltäglich bei meinen Eltern an, wenn diese denn Abends zu Hause waren. Ich wurde ein Frustfresser und meine Wampe gab den Mitschülern immer einen Grund mich zu Hänseln und mir somit einen Grund eine Schlägerei vom Zaun zu brechen, wofür ich Grundsätzlich die Schuld von Lehrern und letztendlich auch von den Eltern zugeschoben bekam. Dabei wurde ich aber nicht bestraft, sondern es wurde meist mit einem Das darfst du nicht! gesühnt. Also wurden die Auseinandersetzungen immer heftiger, ich schmiss mit Stühlen, Tischen und was ich sonst noch in die Finger bekam in der Absicht andere zu verletzen, und wer glaubt ein Kind weiß nicht das das passieren könne, irrt sich gewaltig. Es ging sogar soweit, das ich den Direktor mit einem Stuhl beschmiss, weil er halt da war. Ihm ist zum Glück nichts passiert, aber da musste ich dann das erste mal zum Schulpsychologen, das war in der 4ten Klasse und ich war 10.

Meine Eltern hatten kein Verständnis für mich, mein Vater wollte mir nie zuhören, ich denke das war ihm einfach zu lästig, und meine Mutter wollte immer alles wissen, verstand aber nichts. Dennoch wurde ich nur selten geschlagen und wenn dann wegen Nichtigkeiten. Mein Vaters bevorzugte Strafe war das Nichtbeachten meiner Person. Wir schwiegen uns manchmal wochenlang an.

Als ich mit 11 auf die Orientierungsstufe in Horneburg kam fing ich mit dem Rauchen an, in dem Versuch cooler zu sein als die anderen. Ich schlug mich weiterhin wegen jeder Kleinigkeit und meine Eltern erhielten weiter anrufe der Schule, was ich doch für ein Böser sei. An einen Vorfall kann ich mich noch sehr genau erinnern, ein Mädchen aus der 6ten Klasse (also eine Klasse höher als ich) warf mir nur so zum Spaß einen Tennisball in den Schritt, ich sah rot und nahm sie in den Schwitzkasten und drehte dann ihren Hals bis es knackte. Vor Schreck ließ ich sofort los und die Lehrer brachten sie zum Arzt. In der nächsten Pause kamen 4 ihrer Mitschüler auf mich zu um mich zu verprügeln, doch der Schuss ging nach hinten los. Ich prügelte auf einen nach dem anderen ein ohne die Schläge meiner Gegner überhaupt zu registrieren, ich war wie im Wahn. 2 von ihnen folgten ihrer Mitschülerin zum Arzt, wegen zahlreicher Knochenbrüche und Gehirnerschütterung. Das Mädchen hatte, wie ich am nächsten Tag erfuhr, zum Glück nur 2 ausgerenkte Nackenwirbel, der Arzt sagte eine halbe Drehung mehr und das Genick wäre durch gewesen. Das war eine der wenigen Hauereien die mir noch bis heute Leid tun. Ich hatte mich damals auch sofort bei ihr entschuldigt, und sie hat sogar die Entschuldigung akzeptiert.

to be continued...

 

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