Das Leben vor dem Tod

von Sven Schroeder

 

Ich wachte auf, des Nachts um drei
Oberkörper und Lenden Frei

Das Ding in der Hand, die Finger am Sack
Ich frag mich noch was soll der Kack.

Denk an meine Liebste wichs mit Genuß
Weil ich einfach mal wichsen muß.
Die Einsamkeit bracht mich soweit
Sehn ich mich doch nur nach Zärtlichkeit.
Wünsche mir sie zu berühren
Ihren nackten Körper zu spüren
Ihr weiches Haar und auch Ihren Busen
Bei ihr zu sein und mit ihr zu schmusen
Doch all das ist mir nicht vergönnt
Werde ich von Frauen doch immer verhöhnt

Ich würde am liebsten das Leben mir nehmen
Mich in ein dunkles Grab bequemen
Die Arme zerschnitten
Noch unberitten
Noch nie berührt
Zu Grabe geführt
Wen würde das Ganze schon interessieren
Würde ich mir die Adern rasieren
Würd ich nicht mehr sein wen kratzt das schon
Auf jeden Fall wäre Schluß mit dem Hohn
Ich würd im Grab liegen von Maden zerfressen
Die Leute würden mich schnell vergessen
Doch denken sie doch an mein Blut ganz rot
Wird man sich fragen gibt es ein Leben vor dem Tod